Zahnschmerzen trotz Betäubung (zahnärztliche Lokalanästhesie) – Schmerzen beim Zahnarzt

Vorwort – (Themen: Zahnschmerzen trotz Betäubung und Hot-Tooth-Behandlung)

Hot-Tooth-Behandlung

Zahnschmerzen trotz Betäubung
Böse Zahnschmerzen trotz Betäubung (zahnärztliche Lokalanästhesie schlägt nicht an) – Schmerzen beim Zahnarzt

Meine Hot-Tooth-Behandlung bzw. Hot-Tooth-Wurzelbehandlung wurde ohne Vollnarkose durchgeführt. Ich hatte mich am Ende für eine Sedierung entschieden und bin froh, diesen „Hot-Tooth-Zahn“ endlich los zu sein.

Sedierung anstatt Vollnarkose

Was man alles bei einem Hot-Tooth tun kann, sollte man sich von einem Zahnmediziner oder zumindest Zahnarzt bzw. Kieferchirurgen abklären. Ich habe mich (wie im weiteren Verlauf des Beitrages hier noch etwas ausführlicher erörtert) für eine Sedierung (Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems durch ein Beruhigungsmittel) entschieden.

Ibuprofen bei Zahnschmerzen

Ibuprofen haben mir bei Zahnschmerzen zwar immer etwas geholfen aber direkt beim Ziehen oder einer Wurzelbehandlung blieben diese wirkungslos. Die normalen Betäubungen vom Zahnarzt hatten mir bisher immer geholfen, nur der eine „Böse Zahn“ wollte sich leider einfach nicht betäuben lassen.

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Zuletzt aktualisiert am 29. April 2021 um 04:43 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Hot Tooth Syndrom?

Ob Hot Tooth direkt ein Syndrom ist weiß ich nicht, ich habe nur gelesen, dass das Betäubungsmittel sehr schnell von dem Nerv abtransportiert wird bzw. erst gar nicht dort hingelangt, wo es den Zahn betäuben kann. Hier am besten einfach mal einen Zahnarzt fragen, da ich da kein Experte bin.

Erfahrungen zum Thema Zahnschmerzen trotz Betäubung

Gerne kannst Du mir in den Kommentaren Deine Erfahrung zu dem Thema „Zahnschmerzen trotz Betäubung“ schreiben und meine Leser und mich am Laufen halten, wie es Dir ergangen ist in der Zeit der Behandlung und für welche Art der Behandlung Deines Hot Tooths Du Dich entschieden hattest/hast.

Ab in die nächste Stadt

Meine Zahnschmerzen konnten Erfurt leider nicht durch den Hot Tooth behandelt/behoben werden, erst dann in Jena im Krankenhaus.

– Vorwort Ende.

Angst vor dem Zahnarzt oder vor Schmerzen?

Diese Frage habe ich mir gerade öfter gestellt. Ich kann nicht sagen, dass ich Angst vor Zahnärzten habe und auch die Geräusche sind zwar unangenehm aber erträglich. Wo ich aber ein Problem mit habe, sind die Schmerzen im Zahn während einer Behandlung.

Die ersten Zähne müssen raus mit 30 trotz Zähneputzen?

Die Backenzähne bzw. Wangenzähne waren fällig. Betroffen sind/ waren die Weisheitszähne und die Wangenzähne direkt daneben. Ich bin jetzt 31 und früher dachte ich immer, dass ich davon bis 50 verschont bleibe aber die Realität sieht anders aus.

Auch ein Eckzahn muss mit raus bzw. würde ein Aufbau nicht sehr viel Sinn machen. Warum und woran es liegt, dass diese Zähne nicht mehr wollen kann ich nicht sagen. Auch das regelmäßige Putzen hat mich am Ende auch nicht davor bewahrt. Ich denke Mal es ist ein Stück weit Genetik und die Ernährung spielt sicher auch eine größere Rolle.

Wenn sich ein Zahn nicht betäuben lässt – Eigene Erfahrung

Das meiste hat meine Zahnärztin in Erfurt geschafft aber dann gab es unten links einen Backenzahn, der trotz Betäubung unheimlich wehgetan hat. Ich muss aber dazusagen, dass ich mehr Zahnwurzeln habe als der Durchschnitt. Normalerweise hat man zwei bis drei aber mein Zahn hat sich überlegt mit 4 Wurzeln auf die Welt zu kommen und sich fest in den Kiefer zu verankert.

Der Besuch beim Kieferorthopäden war die Hölle

Die Ärztin hat mir dann schon die doppelte Dosis an Betäubungsmittel gespritzt. Anschließend wurde noch zum Kieferchirurgen geschickt, hier habe ich die dreifache Dosis an Betäubungsmittel gespritzt bekommen. Das halbe Gesicht war wie taub aber der Zahn hat immer noch wie Hölle geschmerzt. Der Chirurg bzw. Kieferorthopäde hat gemeint, dass da nichts wehtut, er hätte mir schon das dreifache gegeben und noch mehr wäre gefährlich.

Die Bitte direkt um den Zahn und nicht irgendwo die Spritzen im Kiefer zu setzen ist er nicht nachgekommen. Er hat mir aber eine Überweisung in eine Klinik gegeben.

Letzter Ausweg Zahnklinik

Am selben Tag (Letzten Freitag) war ich dann in der Zahnklinik in Jena und habe für heute Montag einen Termin bekommen. Heute war im Laufe des Tages alle möglichen Untersuchungen und es wurden Bilder gemacht, Blutdruck gemessen, man müsste mehrere Fragebögen ausfüllen, es wurden Abdrücke genommen, Fieber gemessen und 3 Blutproben genommen.

Das Ganze wurde bei den ganzen anderen Parteien auch gemacht, da einige immer wieder mit in der Schlange standen, wo ich auch stand. Mir war es etwas peinlich, da in einigen Räumen sehr viele Ärzte und Schwestern waren, die höchstwahrscheinlich gerade Studieren oder eine Ausbildung machen und lernen sollten. Das letzte was gemacht wurde, waren Fotos von meiner oberen und unteren Kauleiste.

Das Warten ist das schlimmste aber die Erlösung der Schmerzen kommt näher

Jetzt warte ich wie auf Kohlen auf morgen und bin jetzt schon gespannt, wann die Zahn-OP ist. Aber da bekomme ich mit Sicherheit noch bescheid. Jetzt sitze ich unweit von dem Krankenhaus auf einer Wiese, da mir sonst die Decke auf dem Kopf fällt. Die Zeit nutzen ich um die ganze Sache zu schildern. Für Personen, die Angst vor dem Zahnarzt haben, wird der Bericht weniger interessant sein aber für alle die große Schmerzen trotz einer Betäubung haben oder hatten schon eher.

Schmerzmittel die mir geholfen haben.

  • Ibuprofen 400
  • Ibuprofen 600

Dr. Google kennt mich besser als mein Zahnarzt

Jeder zweite, wie ich selbst, wird wahrscheinlich Dr. Google fragen woran es liegt und was man da machen kann. Ich habe mir Ibuprofen 600 verschrieben lassen und habe ein Antibiotikum bekommen für den entzündeten Zahn, der mir eine schöne dicke Backe verpasst hat. Den ersten Tag habe ich 3 Stück genommen und die darauffolgenden Tage nur noch eine bevor ich zu Bett gegangen bin.

Das Antibiotikum hat aus meiner Sicht nicht wirklich etwas gebracht und durch die starke Dosis habe ich nur leichten Durchfall bekommen. Aber die Ibus haben den Schmerz erträglich gemacht. Dieser ist zum Glück nicht mehr dauerhaft stark und wird nur in den Abendstunden stärker. Aber da helfen die Ibus ganz gut um einschlafen zu können.

Interesse an die eigene Situation – Böse Zähne

Auch wenn morgen alles schick gemacht wird und ich bald einen Zahnersatz für mein Eckzahn bekommen werde, interessiert mich, warum sich der Zahn nicht betäuben lassen hat. Es klingt vielleicht merkwürdig aber etwas Respekt vor der Zahn-OP habe ich schon. Weniger vor Folgen oder Nebenwirkungen, viel mehr davor, dass ich trotz des Dämmerzustandes Schmerzen haben könnte.

Moralische Vorbereitung auf die Zahn-OP

Mir wurde gesagt, dass ich in einen Halbschlafzustand gebracht werde und zur not eine Vollnarkose gemacht wird. Wie es danach weiter geht kann ich erst morgen berichten, nachdem die Prozedur vorbei ist.

Das Ganze verarbeiten und Motivation um die Operation besser zu überstehen

Aber meine Art jetzt alles zu verarbeiten ist dieser Text und das Genießen der warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Die Sonne ist heute so intensiv, dass man Sie durch die Kleidung spüren kann. Es ist aber genauso gut möglich, dass ich heute einfach alles intensiver wahrnehme durch meine leichte Aufregung und Anspannung.

Ich versuche mich etwas zu motivieren indem ich mich selbst zum Eis und auf ein Kaffee am Wochenende eingeladen habe. Es hilft aber nur bedingt. Die Anspannung wird sich sicherlich erst vollständig lösen können, wenn ich morgen nach der Operation wieder munter werde und alles in Ordnung ist.

Natürlich können auch leichte Bewerbungen, Spaziergänge und ein Telefonat mit der besten Freundin oder dem besten Freund helfen auf andere Gedanken zu kommen und einen Motivierten alles auch moralisch zu überstehen. Denn unser Kopf macht sich in solchen Situationen viel zu viele Gedanken, die ich nebenbei bemerkt auch nicht vollständig bei Seite schieben kann.

Was sagst Dr. Google über Betäubungsresidenz bei Zähnen?

Jetzt komme ich Mal dazu, was ich bei Dr. Google gefunden habe und wirklich exakt das wiedergibt, was ich erlebt habe. Ich versuche es Mal mit eigenen Worten wieder zu geben und werde für Mitleidende und Menschen denen es auch noch so ergehen wird einen Link unten setzen. Dieser Bericht hat mir wie aus der Seele gesprochen und mich noch einmal bestätigt, dass dieser Schmerz kein Hirngespinst ist sondern bittere Realität.

Hot Tooth heißt das Phänomen in diesem Bericht

Es wird auch geschrieben, dass dieser Hot Tooth meistens, wenn er vorkommt im „Backenzahnbereich“ vorkommt. Es ist eine Art Zahn der sich nicht betäuben lässt, da er das Betäubungsmittel schneller (zu schnell) wieder abtransportiert. Der gesamte Kiefer und auch das Gesicht können komplett betäubt sein aber dieser Zahn nicht.

Die Nervenbahnen sollen auch anders verlaufen als üblich, da jeder Mensch anders beschaffen ist. Da soll es auch nicht viel bringen, wenn das Betäubungsmittel direkt in den Zahn gespritzt wird.

(Meine Bitte ringsherum kleine Dosen zu spritzen wurde nicht nachgekommen, sonst hätte ich jetzt schreiben können ob oder ob es nicht etwas gebracht hätte.)

Rettung naht aus Amerika? – Amerikanische Wissenschaftler forschen daran um Abhilfe zu schaffen

Amerikanische Wissenschaftler versuchen etwas gegen diesen Höllentrip zu erfinden um den Menschen, die darunter leiden zu helfen. Ich fand es wirklich schade, dass ich an einen Chirurgen gelangt bin, der es weder ernst genommen hat, noch Verständnis dafür hatte. Es soll zwar sehr selten vorkommen aber immer noch so häufig, dass es viele Betroffene gibt. Dies sicherlich auch in Deutschland. Ich würde mich sehr über Ihre Zahngeschichte freuen. Wer anonym bleiben möchte, der kann sich gerne einen Phantasienamen geben.

Bitte verzichtet auf die Namen, wenn ein Zahnarzt aus Unkenntnis oder mangelnder Empathie sehr grob und unsachgemäß gehandelt hat. Gerne könnt Ihr aber Ärzte, die gut damit umgehen können und geholfen haben erwähnen, damit Notleidende wie wir, diese als Ansprechpartner und vielleicht als Zahnarzt nehmen können.

Hier ist der Link (https://rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/zaehne/wurzelbehandlung-zahn-laesst-sich-nicht-betaeuben_aid-18565993) zum Artikel, der mir wie aus der Seele gesprochen hat.

Morgen schreibe ich über meine Zahnoperation, wenn alles überstanden ist

Morgen und die Tage werde ich noch niederschreiben, wie es mir kurz vor, eventuell während und nach der Zahnoperation ergangen ist. Ich hoffe ich konnte Euch ermuntern auch den Bösen Zahn die Stirn zu bieten. Es ist zwar eine Prozedur und ein Krankenhausaufenthalt ist nie wirklich schön aber wenn der Zahn erstmal weg ist, hat man sicherlich wieder ein ganz anderes Lebensgefühl und kann stolz auf sich selbst sein. Eigenlob stinkt? Von mir aus aber es motiviert ungemein und stärkt das Selbstbewusstsein ungemein.

Dies ist kein medizinischer Bericht sondern nur die Erfahrung eines Patienten

Deshalb fragen Sie lieber einen Arzt und erkundigen Sie sich ob dieser etwas mit einen Hot Tooth anfangen kann oder schon die Erfahrung damit gemacht hat. Zur Not bleibt noch die Zahnoperation im Krankenhaus, wie ich sie noch erleben werde. Ich hoffe das alles gut geht, denn dann kann ich Euch mit gutem Gewissen eine Zahnklinik im eine

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Ich möchte aber noch erwähnen, dass es wirklich gute Zahnärzte gibt, die einen wirklich helfen und auch helfen wollen wenn es um Zahnschmerzen geht aber manchmal klappt es nicht. Es war auch liebgemeint von meiner Zahnärztin, mich zum Kieferorthopäden zu überweisen aber da war es der Horror.

Der Kieferorthopäde machte auch einen leichten aggressiven Eindruck auf mich. Und die Aussagen wie „Sie können keine Schmerzen haben“ und „ein dreijähriges Kind stellt sich nicht so an“ hätte sich der Mann sparen können. Es gibt sicher auch viele Kieferorthopäden, die einfühlsamer vorgehen und man kann nicht alles schlechtreden aber dieser Tag und auch die Vorgehensweise in dieser Praxis, wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.

Die Zahn-OP (Nachtrag)

Im Krankenhaus angekommen musste ich erstmal zwei Gespräche führen und anschließend musste ich in die Kellerräume und es wurden Röntgenaufnahmen von meinem Kiefer gemacht. Dort sah man, dass eine Wurzel leicht schräg war und wahrscheinlich auch deswegen der Zahn so widerspenstig war. Anschließend bekam ich ein Bett (vorerst) in dem Hausflur, da alle Zimmer belegt waren.

Anschließend musste ich mit einer Nummer vor einem Raum waren, wo mir 3-mal Blut genommen worden ist und ich später noch eine Urin- und Stuhlprobe abgeben musste. Die wäre für die OP notwendig, meinte der Facharzt.

Am ersten Tag wurde noch nicht sehr viel gemacht. Ich hatte lediglich ein kleines Mittagessen und vor dem zu Bett gehen noch ein Abend essen mitten im Gang zu schlafen war ein sehr merkwürdiges Gefühl (ein merkwürdiges Gefühl, da alle einen beim Schlafen beobachten konnten).

Am späten Abend hatte ich Schreie gehört und ein junger Mann (vielleicht 18 Jahre) kam mit seiner Freundin vorbeigelaufen und jammerte sehr stark, seine Wangen waren deutlich sichtbar geschwollen und er beklagte sich sehr lautstark über die Schmerzen und dass er nicht mehr will und kann. Schon ein mulmiges Gefühl, da ich ja auch am nächsten Tag meine OP haben sollte.

Der nächste Tag im Krankenhaus.

Nachdem am nächsten Morgen die Visite vorbeischaute, hatte ich ein Gespräch mit einem Arzt, der mich wahrscheinlich aufklären sollte über die OP und den Verlauf. Ich habe mich für eine Sedierung und keine Vollnarkose entschieden, da eine Narkose ja nicht wirklich gut für den Körper sein soll und mehr Risiken haben könnte als eine Sedierung. Mein Termin war eigentlich gegen 12 Uhr mittags und ich hatte gegen die Aufregungen eine Tablette bekommen.

Als ich dann endlich nach einer gefühlten Ewigkeit auf einer Liege in Richtung OP gezogen worden bin, wurde ich noch an einem EKG-Gerät angeschlossen und habe an meinem Zeigefinger eine Klammer mit Lämpchen bekommen (was meine Sauerstoffsättigung messen sollte). Auch wurde der Katheter angelegt (ein kleiner Schlauch mit Nadel am unteren Handrücken).

Komplett verkabelt, dachte ich mir, dass es gleich beginnt. Aber ein Notfall (Kieferbruch nach einem Fahrradunfall) kam an mir vorbei, vor mit in den OP-Raum und ich musste ca. 2 Stunden warten. Dass ein Notfall wichtiger ist, war mir schon bewusst und voll okay. Nur die Tablette zur Beruhigung hatte recht schnell wieder nachgelassen und der Pfleger, der bei mir im Raum war, war zwar sehr freundlich, aber die Informationen, die ich dort bekommen hatte, wollte ich eigentlich nicht vor meiner OP haben.

Er meinte nur, die Operation an sich ist eigentlich harmlos, nur wenn man sich während der OP übergeben sollte, könnte man an seinem erbrochenen ersticken und sterben. Meist passiert das, wenn man die Narkose oder Sedierung nicht verträgt. Dies passiere allerdings relativ selten aber kommt immer mal vor.

Die OP an sich

Auf dem OP-Tisch spritzten mir die Ärzte, Schwestern und Arzthelfer über den Katheter die „Sedierungsflüssigkeit“. Man hatte schnell die Wirkung gemerkt. Es war so als wenn jemand im Kopf einen Schalter umlegt, aber man fühlt sich dabei immer noch geistig anwesend. Man ist nur wie etwas benommen.

Anschließend kam ein Tuch mit einer quadratischen Öffnung für Kiefer/Mund auf mein Gesicht. Und im Anschluss machen sich die Ärzte ans Werk und irgendjemand streichelte währenddessen meine Hand und ein anderer hielt meinen Arm auf der anderen Seite etwas fest. Die Schnitte im Mund merkte ich nicht, aber sah schräg durch die Öffnung am Mund Blut und Metallstücke (wahrscheinlich Skalpell und Zangen), aber als die Ärzte an den Zahn kamen, schmerzte es dann dennoch. Was ich mit Handzeichen und als die Ärzte kurz pausierten auch kurz ansprechen konnte.

Sie hielten etwas die Hand weg aber ich konnte auf den Zahn zeigen. Anschließend hatten die Ärzte etwas von der Betäubung („Sedierungsflüssigkeit“) nachgespritzt, was so schnell wirkte, dass ich mich so fühlte, als wenn ein Dumper Gegenstand kurz gegen den Kopf knallt und man plötzlich nicht noch 5% Denkvermögen hatte.

Ich hatte dann alles noch mitbekommen, aber die Zeit schien schneller zu vergehen und ich bekam nicht mehr die Gespräche mit, merkte lediglich nur das Streicheln an der Hand. Und habe wahrgenommen, dass die Leute geredet hatten und den Zahn bei der Entfernung (ein kleiner Schmerz), aber der Schmerz war zum Glück nur kurz. Das Nähen und Klammern an sich hatte ich nicht groß gemerkt und kaum wahrgenommen.

Der Aufwachraum

Nach der OP kam ich in eine Art Aufwachraum, wo sehr viele Betten standen und die Patienten, die wahrscheinlich auch gerade eine OP hinter sich hatten an ihren EKG-Geräten in einem großen Raum (nur mit dünnen Tüchern getrennt) lagen. Ich versucht gleich aufzustehen und merkt, wie nach und nach mein Körper und Geist wieder anfingen sich normal anzufühlen. Man hatte sich nur wie leicht benommen gefühlt, aber ansonsten war alles ok, da die „Nach-Schmerzen“ noch nicht da waren, dazu komme ich aber gleich noch.

Die Schwestern und Helfer hatten mir verboten aufzustehen, daher konnte ich mich nur etwas nach Oben beugen und sah die ganzen Menschen. Wahnsinn, wie viele OPs in den größeren Krankenhäusern zeitgleich durchgeführt werden, dachte ich nur bei mir. Wenn bei einigen Personen die Sauerstoffsättigung unter 80% (glaube) gefallen ist, sagten die Lautsprecher an den Monitoren „Atme!“ und die Bildschirme zeigten währenddessen ein Warnsignal an. Wahrscheinlich, damit die Helfer, Ärzte und Schwestern schnell einschreiten können, wenn bei einem Patienten nach der OP etwas nicht stimmen sollte.

Wieder im Flur/Gang

Nachdem ich dort noch eine Weile liegen musste, hatte mich jemand wieder in den Flur geschoben (ich lag auf einer „Bett-Liege“ mit Rollen) und bin dann aufgestanden, obwohl ich noch liegen bleiben sollte. Aber ich war so/zu neugierig und bin Richtung Toilette gelaufen um im Spiegel erstmal meine Mundhöhle und meinem Kiefer zu betrachten. Man sah blaue Fäden und an einer stelle sogar noch ein Stück Knochen (welches meine Zahnärztin später noch etwas abgeschliffen hatte, da hatte der Schädel ganz schön vibriert, da es ja der Kieferknochen und kein Zahn war).

Nach der Betäubung größere Schmerzen im Kiefer

Nachdem die Betäubung nachgelassen hatte, bekam ich immer größere Schmerzen im Kiefer und hatte um ein Schmerzmittel gebeten. Ich bekam dann eine weißliche und relativ transparente Flüssigkeit. Das Schmerzmittel hatte aber nicht geholfen und ich bin im Krankenhaus in eine Apotheke gegangen und habe mir Ibuprofen 400 gekauft. Man musste zwar zwei Stück nehmen, bis die Wirkung eintrat, aber es hatte deutlich besser geholfen als die Flüssigkeit zuvor und die Schmerzen waren noch da aber etwas erträglicher.

Man sollte es vielleicht nicht machen aber ich hatte dann alle zwei Stunden eine genommen. Als ich mich ansonsten wieder fit gefühlt hatte, packte ich meine Sachen zusammen und wollte mich im Krankenhaus noch abmelden. Die Frau an der Rezeption meinte aber ich kann doch noch nicht gehen und hatte mich entgeistert angeschaut, sie meinte, wenn ich gehen würde, müsste ich ggf. die OP- und Krankenhauskosten selbst übernehmen.

Das hatte mir nicht gefallen (und ich weiß gar nicht, ob dies so stimmen würde) aber ich bin dann geblieben und musste mein Arbeitgeber vertrösten, der wollte, dass ich am nächsten Tag wieder ins Büro komme. Auf die Frage, wie lange ich bleiben müsse, konnte ich keine Antwort geben, da ich selbst keine bekommen hatte, auch am nächsten Tag fragte mein Chef wieder, ob ich morgen im Büro sei. Aber wieder konnte ich es nicht sagen.

Sonne und Ibuprofen

Insgesamt war ich nach der OP noch 3 Tage (gesamt 5 mit Ankunft und OP-Tag) im Krankenhaus. Am ersten Tag nach der OP bin ich im Krankenhaus und im Krankenhausgelände (an der frischen Luft) spazieren gegangen. Ich habe meine Wange ein paar Stunden in die Sonne gehalten, um die Schmerzen zu lindern, da die Ibuprofen nicht ganz (aber zumindest etwas) geholfen hatten. Nachdem ich mit leichtem Sonnenbrand wieder in den Gang (wo ich noch untergebracht war) ankam, da schimpfte die Schwester, als ich ihr erzählte, dass ich meine Wange wegen der Schmerzen in die Sonne, einige Stunden, gehalten hatte. Es wäre nicht so gut, meinte sie, aber es fühlte sich besser an, meinte ich dann.

Endlich ein Zimmer und nicht mehr im Gang schlafen

Gegen den späten Nachmittag (ein Tag nach der OP) wurde ich dann eidlich mit in einem Zimmer untergebracht und musste die letzten zwei Nächte nicht weiter in dem Hausflur verbringen/schlafen.

Ich war mit einem freundlichen Senior in einem Zimmer zusammen, der täglich von seiner Frau besucht worden ist und oft mit seinen Kindern und Enkelkindern telefonierte. Seine Nase hatte einen etwas ungünstig gebunden Verband, daher hatten die Schwestern ihn scherzhaft Pinocchio genannt, was der Senior ganz witzig fand und auch seinen Kindern stolz erzählt.

Die Speisen im Krankenhaus

Vor der OP hatte ich normale Mahlzeiten bekommen aber nach der Zahn-OP wässrige Breie/Suppen, die nicht sonderlich geschmeckt hatten (nahe zu ungewürzt und die Konsistenz war auch nicht so toll). Man könnte es wie einen stark verdünnten Brei mit einem Hauch Geschmack vergleichen. Es hatte immer eine andere Farbe aber sah nicht köstlich aus und hat auch nicht geschmeckt. Ich hatte mir in einem Markt (gegenüber vom Krankenhaus) dann immer Gießbrei oder Pudding gekauft und mal ein weiches Brötchen, war aber im Mund beim darauf Beißen geschmerzt hatte.

Richtig normal Essen ohne oder mit kaum Schmerzen konnte ich erst wieder zu Hause ca. 4/5 Tage nach der OP. Meine Zahnärztin hatte dann noch nach ein paar Tagen die Fäden gezogen und wie schon erwähn, etwas Knochen weggeschliffen, damit das Zahnfleisch wieder darüber wachsen konnte.

JETZT BIN ICH FROH – DER BÖSE ZAHN IST WEG

Ich bin super glücklich, dass die Schmerzen und der Zahn nicht mehr ein Teil von mir sind und ich wieder normal essen kann. Ich hoffe, dass die anderen Zähne nie mehr solche Schmerzen verursachen werden trotz Betäubung. Da sich diese bisher immer gut betäuben lassen konnten (die anderen Weisheitszähne und Zähne, die eine Füllung bekommen hatten, usw.).

Anekdote aus dem Krankenhaus

Am Abend wollte ich schlafen und der Katheter hatte mich an der Hand gestört (ich war nicht am Tropf angeschlossen und der Katheter hing praktisch nur an meiner Hand). Es war gerade keiner in der Nähe und ich dachte einfach nur, dass jemand vergessen hätte diesen zu entfernen. Ich bin in eine Toilette gegangen und habe diesen herausgezogen (es war ein recht langer und dünner Schlauch in der Hand und es hatte gleich angefangen stärker zu bluten). Ich hatte dann ein Taschentuch darauf gedrückt, bis es aufhörte zu Bluten.

Keine Stunde später kam eine Schwester oder Pflegerin mit einem Tropf (bestimmt mit Medikamenten). Sie fragte mich, wo denn mein Katheter sei. Als ich ihr antwortete, dass ich dachte, dass dieser einfach vergessen wurde zu entfernen und ich dies deshalb selber getan hätte, schimpfte sie plötzlich mit mir und sagte „das könne man doch nicht machen“ und fluchte dann noch etwas auf Russisch, sodass ich es nicht verstehen konnte. Danach ist die Dame wieder gegangen und kam mit Pillen wieder. Sie meinte nur, dann müsse ich halt die Tabletten schlucken.

Beim nächsten Mal kenne ich dann die „Krankenhausknigge“. Wusste wirklich nicht, dass man nur daliegen müsse (was leider nicht in meiner Natur liegt).

Emanuel

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2 Gedanken zu „Zahnschmerzen trotz Betäubung (zahnärztliche Lokalanästhesie) – Schmerzen beim Zahnarzt

  • 4. Oktober 2021 um 07:57
    Permalink

    hallo und danke für deinen erfahrungsbericht! ich mache gerade ähnliches durch – eine wurzelbehandlung, wo sich der zahn nicht komplett betäuben ließ…. für mich als super-schmerzempfindliche angstpatientin der super-gau… habe zum glück einen sensiblen zahnarzt und am ende ging es doch irgendwie… er hat dann auch noch mal neben dem zahn von innen nachgespritzt (in den zahn rein hat nicht gewirkt) dann ging es. in einer woche muss ich nochmal hin und hoffe sehr dass es dann nicht mehr schmerzt… als ich sehr gespannt deinen bericht gelesen habe und nach „morgen berichte ich über die op…“ aber nichts mehr kam, habe ich erst gecheckt, dass du das gerade ganz aktuell erlebst und drücke dir ganz fest die daumen dass alles gut geht und hoffe hier bald zu lesen wie es dir ergangen ist… ich hatte allerdings mühe mit deiner webseitenstruktur…. von der home seite aus finde ich deinen blogeintag nicht mehr… alles gute und mein tiefes mitgefühl für alle die das auch betrifft….

    Antwort
    • 7. Oktober 2021 um 12:33
      Permalink

      Hallo Kati,

      kam erst heute dazu den zweiten Teil zu schreiben. Ja, das Nachspritzen (sogar mehrfach) hatte bei mir auch nicht geholfen. Der gesamte Kiefer und auch das Gesicht zum Teil waren schon taub aber der Zahn wollte ich. Ich bin aber froh, dass dieser raus ist.

      Grüße Emanuel

      Antwort

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